ernährungsberatung bei Essstörungen - München Süd

Warum leidet man unter Esstörungen?

Es sind hauptsächlich psychische Gründe warum man eine Essstörung entwickelt.   Stress zu Hause, ein Umzug in eine neue Umgebung, Jobwechsel, Mobbing in der Schule können dazu führen. Unterdrückte Wut und die Unfähigkeit dazu Konflikte auszutragen sind eine Möglichkeit.  Die Betroffenen haben ein vermindertes Selbstwertgefühl. Wieso sollte jemand sie lieben, wenn sie sich selbst nicht lieben? Ein Drang nach Perfektion und Kontrolle, der Wunsch es allen anderen recht zu machen!

Ein großes Problem sind Frauenzeitschriften und TV Sendungen wo man Topmodels sieht, die viel zu dünn sind. Sie werden als  Vorbilder gesehen.  Vor allem die Haute Couture Models sehen verhungert aus, was mit Sicherheit nicht schön ist.  Viele Frauen und Mädchen mit Esstörungen gehen davon aus, dass Jungs und Männer es toll finden, wenn sie so aussehen würden. Aber eine Umfrage würde ergeben, dass sie eher auf Weiblichkeit stehen .  Ein Po darf und soll rundlich sein.  Kim Kardashian ist hier sicherlich ein Beispiel dafür, dass weibliche Rundungen (auch wenn hier ein bisschen übertrieben) ok sind.  

Ein sexueller Missbrauch ist teilweise auch ein Grund dafür, eine Esstörung zu entwickeln. Ein Mädchen möchte dann nicht sexuell anziehend wirken mit ihren weiblichen Rundungen. Es wird bevorzugt übertrieben schlank und unweiblich auszusehen um sich zu schützen.

Anorexia Nervosa

Hier handelt es sich um eine nervlich bedingte Appetitlosigkeit  die meist schleichend beginnt. Man möchte eventuell nur ein paar Pfunde loswerden und dies ist dann aber nicht genug.

Man befindet sich in einem Abnehmrausch und es wird zur Sucht. Man sieht in den Spiegel und kommt sich meist dicker vor als man es tatsächlich ist. Selbst die besten Freunde und die Familie wird nicht ernst genommen wenn man sagt dass man schon ziemlich dünn ist. Die Krankheit wird meist nicht eingesehen, aber es wird versucht sie zu vertuschen.

Die Magersucht beginnt meist in einem Alter zwischen 15 und 19 Jahren. 

Durch das "Fasten" wird das Stresshormon Adrenalin vermehrt ausgeschüttet was zu einer scheinbaren Vitalität und reduziertem Schmerzempfinden führt.  Sobald das Adrenalin wieder im normalen Zustand angekommen ist fühlt man sich wieder schlecht.

Da es psychische Ursachen sind, die zu einer Magersucht führen ist eine Behandlung auf psychischer Ebene durch den Psychologen oder Heilpraktiker unerlässlich. Dies sollte in Begleitung zu einer Ernährungstherapie erfolgen.

 Folgekrankheiten und Folgeerscheinungen der Magersucht:

  • 10-15 % Todesfälle durch die Magersucht, Suizid oder Folgekrankheiten
  • Ängste, Zwänge, Depressionen (teilweise durch den Vitaminmangel)
  • Störungen der weiblichen Hormone - Ausbleiben und Unregelmäßigkeit der Periode
  • Wanderniere, da die Fettschicht der Nierenkapsel schrumpft
  • Nierenerkrankungen
  • Vitamin -, Nährstoff-, und Elektrolytmangel
  • Haarausfall, brüchige Nägel
  • Herzrythmusstörungen
  • Unfruchtbarkeit
  • Knochenerweichung - Osteomalazie
  • Verdauungsstörungen wie Verstopfung, Durchfall, Übelkeit, Erbrechen etc.
  • Karies durch das Erbrechen
  • Schwächung des Immunsystems
  • verlangsamte Gehirnleistung

Kriterien der Magersucht:

  • BMI (Body-Mass-Index) unter 17,5 bei jungen Erwachsenen
  • selbst herbeigeführter Gewichtverlust
  • übertriebene körperliche Aktivität/Sport
  • Körperschema Störung - man sieht sich dicker als man ist
  • pubertäre Entwicklungsstörung - kaum Brustwachstum, verspätete Menstruation

Therapie - was kann man gegen die Magersucht tun?

  • Eingestehen der Krankheit - es bringt nichts es zu vertuschen, denn alle Verwandte/Freunde haben es längst bemerkt, sprechen es aber evtl. nicht an. 
  • Psychotherapie mittels Gesprächstherapie, Hypnosetherapie oder Lösungsorientierter Kurzzeittherapie sowie anderen Therapiemöglichkeiten.
  • Naturheilkundliche bzw. ganzheitliche Unterstützung beim Heilpraktiker
  • Lernen Konflikte auszutragen und nicht zu schlucken
  • Einen Ernährungstherapeuten aufsuchen
  • Vitamin und MIneralstoffmangel Ausgleich
  • Entspannung durch Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Progressive Muskelentspannung

 

Orthorexia nervosa

Es handelt sich um ein krankhaft/übertriebenes Bedürfnis sich korrekt/richtig (griechisch orthos) zu ernähren. Hier wird fast fanatisch darauf geachtet was gegessen wird.  Sie schauen auf andere herab die sich nicht genauso gesund ernähren, der Genuss am Essen ist zweitrangig. Sie fühlen sich glücklich wenn sie denken sie haben alles unter Kontrolle wenn sie sich ganz strikt an Ihre Ernährungsregeln halten? Sie können kaum mehr mit Freunden Essen gehen, weil sie das ungesunde Essen kaum ertragen können? Sie fühlen sich als schlechter Mensch wenn sie ausnahmsweise etwas ungesundes essen?

Es ist gut sich gesund zu ernähren, jedoch sollte es keine fanatischen Züge annehmen das Ihr Leben bestimmt.

Suchen sie auch hier einen geeigneten Psychologen ,Heilpraktiker für Ernährungstherapie auf.

Bulimie

Die Bulimie ist eine Ess-Brechsucht. Man findet das eigene Leben zum "kotzen".

Es besteht nicht wie bei der Anorexia nervosa  ein Appetitmangel und eine Körperschemastörung. Hier wechseln sich Heißhungerattacken und selbst herbeigeführtes Erbrechen ab.

Es wird auf ein Mal erstaunlich viel gegessen und alles in sich hineingestopft ohne die Kontrolle darüber zu haben.  Um eine Gewichtszunahme zu verhindern wird danach das Erbrechen herbeigeführt und teilweise zu Medikamenten gegriffen, die Entwässern und Abführen. Die Essattacken können nicht kontrolliert werden und der Kreislauf beginnt von neuem.

Folgekrankheiten der Bulimie

  • Mineralstoff- und Elektrolytemangel durch das Erbrechen
  • Muskelkrämpfe
  • Müdigkeit
  • Kreislaufprobleme
  • Speiseröhrenentzündung (Schleimhaut wird durch das Erbrechen gestört)
  • Schäden an den Zähnen (durch das Erbrechen gelangt Säure an den Zahnschmelz)
  • Blutzuckerschwankungen
  • Abführmittel Sucht
  • Verstopfung
  • Reizdarm und Reizmagen

Therapie - Was kann man gegen die Bulimie tun?

  • Psychotherapie (Gesprächstherapie, Verhaltenstherapie, lösungsorientierte Kurzzeittherapie, Hypnosetherapie usw)
  • Ernährungstherapie 
  • Eingestehen der Krankheit  - reden sie offen darüber
  • Konfliktlösungsstrategien entwickeln
  • Vitamin und Mineralstoffmangel Ausgleich
  • Entspannung durch Yoga, Qi Gong, Tai Chi, Progressive Muskelenstpannung
  • wir behandeln die Bulimie in München Süd - Oberhaching als Ernährungscoach und Heilpraktiker

Binge Eating

Stundenlanges Essen - alles in sich hineinstopfen bis der Magen schmerzt? Im Vergleich zur Bulimie ergreifen die Betroffenen aber nicht zu Gegenmaßnahmen wie selbst induziertes Erbrechen.

Ob aus Frust oder auch Stress oder Selbsthass , man hat keine Kontrolle mehr über das "große Fressen".

Die Betroffenen sind meist übergewichtig, somit unterscheidet sich diese Krankheit stark von der Bulimie oder Anorexia nervosa.

Folgeerkrankungen:

  • Diabetes Mellitus
  • Fettsucht / Adipositas
  • Folgeerkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Depressionen

 

Therapie - was kann ich tun bei Binge Eating?

Kontakt Ernährungstherapie

Da ich ausgebildete Heilpraktikerin und Ernährungstherapeutin/Ernährungsberaterin bin, können sie gerne einen Termin in meiner Praxis in Oberhaching bei München Süd  mit mir ausmachen.

Email: Info@muenchner-naturheilkunde.de 

Buchung über den Onlineterminkalender ist möglich

Tel. 089-20961720