NahrungsmittelIntoleranz und Nahrungsmittel-Allergie

 
  • Histamin Intoleranz
  • Laktose Intoleranz
  • Gluten Intoleranz
  • Fruktose Intoleranz

 

 Behandlung von einer Intoleranz

Gerne helfe ich ihnen hier im Rahmen einer Ernährungstherapie als Heilpraktikerin: Besuchen sie mich in meiner Praxis in Oberhaching - Nähe Grünwald im Münchner Süden.

Histaminintoleranz

Histamin ist ein Gewebshormon im menschlichen und tierischen Organismus. Es ist ein wichtiger Botenstoff bei Entzündungsreaktionen und Allergien.

Wenn sie an einer Histaminintoleranz leiden, kann ihr Körper, das durch die Nahrung aufgenommene Histamin, nicht richtig im Dünndarm abbauen. Entweder fehlt das Enzym Diaminoxynase oder aber es ist nicht ausreichend vorhanden. Es handelt sich hier aber nicht um eine Allergie, sondern um eine Intoleranz, die bei ca. 3% der Europäischen Bevölkerung auftritt.

Die Symptome einer Histaminintoleranz:

Sie können einer Allergie z.B. auf Pollen ähneln:

Schnupfen, Niesen, Atembeschwerden, Durchfall, Bauchschmerzen, Blähungen, Sodbrennen, Übelkeit, Juckreiz, Hautausschlag, Erröten (Flush), Ödeme z.b. geschwollene Lider), Hitzewallungen, Schweissausbrüche, Herzrasen, Herzstolpern, Herzklopfen, niedriger Blutdruck, Kopfschmerzen, Schwindel

Nahrungsmittel mit hohem Histamingehalt 

Diese Nahrungsmittel haben einen hohen Histamingehalt und sind somit schwer verträglich:

z.B. Erdbeeren, Bananen, Tomaten, Käse (je länger gereift umso mehr Histamin), Thunfisch, Meeresfrüchte, Hefe, Schokolade, Alkohol - vor allem Rotwein, Schinken, Salami, Sojaprodukte und Sauerkraut.

Am Besten meiden sie diese Lebensmittel für ca. 1 Woche, um herauszufinden, ob die Beschwerden deutlich besser werden oder gar verschwinden.

Laktoseintoleranz

Lactose ist ein anderes Wort für Milchzucker

Normalerweise wird der aufgenommene Milchzucker (Laktose) im Dünndarm durch das körpereigene Enzym Laktase in Galaktose und Glukose gespalten. 

Haben wir aber einen Enzym Mangel, weil der Körper nicht genug Laktase herstellt, spricht man von einer Laktoseintoleranz

Der Milchzucker wandert nun ungespalten in den Dickdarm. Dort wird er von Darmbakterien vergoren und es entstehen Gase.

Leider werden industriell hergestellten Lebensmitteln oft Laktose zugefügt.  Sie finden Laktose in Wurst, Salatdressings, aber auch in Tütensuppen. Beachten sie die Zutatenliste. Hier steht dann statt Laktose: Milch, Molke, Rahm oder Sahne.

Symptome der Laktoseintoleranz:

Die Folge sind  Blähungen, Bauchschmerzen und Durchfall.

Diagnostik bei Verdacht auf Laktoseintoleranz:

Wenn sie befürchten, dass sie an einer Laktoseintoleranz leiden müssen sie sich beim Gastroenterologen ein wenig Zeit nehmen denn der H2 Atemtest dauert ca 3-3,5 Stunden.  Sie dürfen 2 Tage keine Milchprodukte essen, dann nüchtern in die Praxis kommen. Nun wird in ein Atemtestgerät gepustet und der Ausgangswert ermittelt, gefolgt von halbstündlichen Messungen nachdem sie ein Glas Wasser mit Laktose getrunken haben. Wenn sie heftig reagieren können sie mit Bauchschmerzen und Durchfall oder Blähungen rechnen. Manchmal reagiert man aber erst spät nach ca 3 Stunden. Normalerweise wird der Test von der Krankenkasse bezahlt, wenn sie Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall etc. haben.

Ich rate auf jeden Fall  zu dem Test, denn falls sie seit längerer Zeit unter Beschwerden leiden, kann es auch sein dass sie evtl. eine Fruktoseintoleranz haben die durch den Verdacht auf Laktoseintoleranz verdeckt hat.

Laktosehaltige Lebensmittel

sehr hoher Gehalt:

  • Magermilchpulver

hoher Gehalt:

  • Milchschokolade
  • Eiscreme
  • Kuhmilch
  • Molke
  • Dickmilch
  • Buttermilch
  • Kefir
  • Schlagsahne
  • Frischkäse körnig
  • Joghurt
  • Quark 
  • Schmand

wenig Lactose:

  • Butter
  • Feta
  • Parmesan
  • Mozarella

Glutenintoleranz

Glutenintoleranz wird auch Zöliakie (Kinder)  und Sprue (Erwachsene) genannt.

Es ist eine Unverträglichkeit des Klebereiweiß, dass in vielen Getreidearten vorkommt.

Ein Verzehr von glutenhaltigen Lebensmitteln führt zu einer Entzündung des Dünndarms und zu einer Schädigung des Dünndarms. Eine Dünndamrschleimhautentzündung führt leider zu einer schlechten Nährstoffaufnahme. Somit sind Mangelerscheinungen nicht selten.

Gluten ist ein Klebereiweiß in verschiedenen Getreidesorten. 

Symptome bei Glutenintoleranz

Durchfall , Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gedeihstörung bei Kindern. Mangel an Eisen, Folsäure  und Vitamine, sowie Mineralstoffe sind häufig

Betroffene müssen bei Ihrer Ernährung darauf achten, glutenhaltige Lebensmittel zu meiden und glutenfreie Alternativen zu verwenden. Dabei ist darauf zu achten, einen etwaigen Mangel an Eisen, Folsäure, Vitaminen auszugleichen.

Glutenhaltige Getreidesorten

  • Roggen
  • Weizen
  • Gerste
  • Hafer

Glutenfreie Getreidesorten

  • Amaranth 
  • Quinoa
  • Buchweizen 

 Fruktoseintoleranz

Fruktose kommt in Obst, Gemüse, Honig und Getreide vor.  Fruktose ist ein Bestandteil von üblichem Haushaltszucker (50% Glukose, 50 % Fruktose)

Warum kann man Fruktoseintolerant sein?

Ein Transportprotein im Dünndarm funktioniert nicht einwandfrei und somit gelangt die Fructose unverdaut in ihren Dickdarm was zu Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall führen kann.

Hoher Gehalt an Fructose

  • Zucker
  • Honig
  • Obst ( Apfel, Birne, Mango, Pflaume, Trauben)
  • Trockenfrüchte, Feigen, Datteln, Rosinen
  • Marmelade
  • Ahornsirup
  • Agavendicksaft
  • Sorbit z.b. in Kaugummi
  • Müslimischungen

 

Niedrdiger Gehalt an Fructose

  • Reis
  • Hafer
  • Milchprodukte
  • Kartoffeln
  • Nudeln

 

Diagnostik bei Fructoseintoleranz

Wenn sie befürchten, dass sie an einer Fructoseintoleranz leiden müssen sie sich beim Gastroenterologen ein wenig Zeit nehmen denn der H2 Atemtest dauert ca 3-3,5 Stunden.  Sie müssen nüchtern in die Praxis kommen. Nun wird in ein Atemtestgerät gepustet und der Ausgangswert ermittelt, gefolgt von halbstündlichen Messungen nachdem sie ein Glas Wasser mit Fructose getrunken haben. Wenn sie heftig reagieren können sie mit Bauchschmerzen und Durchfall oder Blähungen rechnen. Manchmal reagiert man aber erst spät nach ca 3 Stunden. Normalerweise wird der Test von der Krankenkasse bezahlt, wenn sie Beschwerden wie Bauchschmerzen, Blähungen, Durchfall etc. haben.